Eyeliner mal anders – Teil 2: Liquid Eyeliner
Un blog de Makeitup - The Agency
27. May 2016
Im zweiten Teil der Eyeliner-Serie dreht sich alles um den Liquid-Eyeliner. Valérie zeigt euch einige Varianten, wie ihr einen Lidstrich tragen könnt: von ganz natürlich bis hin zum auffälligen Partymakeup ist für jeden Geschmack etwas dabei!
Falls ihr ebenfalls mehr über Gel-Eyeliner und dessen verschiedene Auftragemöglichkeiten erfahren möchtet, könnt ihr dies im ersten Teil der Eyeliner-Serie hier nachlesen.
Mein absoluter Favorit unter den flüssigen Eyelinern ist der Super Liner Superstar von L’ORÉAL. Die präzise, relativ feste aber dennoch leicht flexible Spitze dieses tiefschwarzen Filzstiftes gibt euch absolute Kontrolle beim Auftrag. Man kann damit sowohl ganz feine Linien als auch starke, grafische Linien zeichnen. Zudem trocknet die Spitze beim Auftrag nie aus: Problemlos könnt ihr die Lidstriche auf beiden Augenlidern zeichnen, ohne zwischendurch den Stift wieder schließen oder schütteln zu müssen - was leider bei sehr vielen anderen Exemplaren von Flüssig-Eyelinern oft der Fall ist. Für die ganz Kreativen unter euch, könnt ihr damit sogar umfangreiche Designs auf dem gesamten Gesicht zeichnen, wie ich es beispielsweise beim Festivallook getan habe. Der Stift ist nicht wasserfest, hält jedoch den ganzen Tag und behält vor allem die satte schwarze Farbe.

Hier seht ihr zunächst die Ausgangslage: ungeschminkte Augen. Lediglich die Wimpern habe ich mit der Mascara Volume Million Lashes von L’ORÉAL in „Extra Black“ getuscht.

NATÜRLICH
Dank seiner feinen Spitze erlaubt es der Liquid-Eyeliner hauchdünne Striche zu zeichnen. Falls ihr einen natürlichen Look bevorzugt und einfach nur die oberen Wimpern unterstreichen möchtet, schwärzt ihr zuerst die Haut zwischen den einzelnen Härchen und verbindet dann diese Punkte zu einer Linie. Am äußeren Augenwinkel lasst ihr den Strich einfach auslaufen, ohne eine wirkliche Spitze zu zeichnen. Diese Technik ist also ideal für diejenigen, die noch nicht so geübt mit dem Liquid-Liner sind. Ohne dass ein richtiger Strich erkennbar wird, öffnet und vergrößert dieser „Lidstrich“ die Augen.

KLASSISCH
Wer einen Schritt weitergehen und seine Augen mit einem deutlich sichtbaren Lidstrich inklusive Spitze betonen möchte, entscheidet sich am besten für den klassischen Eyeliner à la Audrey Hepburn. Auch hier schwärzt ihr wieder zunächst grob die Zwischenräume zwischen den Wimpern. Dann verbindet ihr diese Punkte und zeichnet dieses Mal eine klare Spitze am Augenaußenwinkel. Damit der Lidstrich die Augen optisch öffnet, ist der Winkel der Spitze besonders wichtig: Schaut hierzu am besten frontal in den Spiegel und zieht dann den Lidstrich in der Verlängerung und in der gleichen Richtung wie eure untere Wasserlinie.
Möchtet ihr eure Augen eher runder schminken und optisch vergrößern, dann könnt ihr den Lidstrich in der Mitte des Lids etwas dicker gestalten und die Spitze am Augenaußenwinkel eher kurz halten.
Möchtet ihr jedoch eher längliche Katzenaugen mit verführerischem Schlafzimmerblick erreichen, dann sollte der Lidstrich ganz fein sein, erst am äußeren Augenwinkel etwas dicker werden und in einer langgezogenen Spitze enden.

GRAFISCH
Wenn ihr jedoch Lust habt, den Fokus eures Makeups deutlich auf die Augen zu setzen, empfehle ich euch einen grafischen und dramatischeren Lidstrich.
Dazu zieht ihr einen langen Strich in der Verlängerung eurer Wasserlinie, in Richtung vom Augenbrauenende. In einem zweiten Schritt setzt ihr den Stift erneut an dieser äußeren Spitze an und zieht ihn dieses Mal bis zum inneren Augenwinkel. Anschließend müsst ihr das so entstandenen Dreieck nur noch ausfüllen.
Kleiner Tipp: Falls der Lidstrich nicht sofort gelingt, könnt ihr kleine Ausrutscher ganz leicht mit einem in Make-up-Entferner getauchten Wattestäbchen korrigieren. Damit euer Make-up nicht verschmiert und ihr nach der Korrektur wieder weiterschicken könnt, solltet ihr dabei unbedingt ein fettfreies Mittel verwenden, wie beispielsweise die Eau Micellaire Sensibio H2O von BIODERMA.
Wer es ganz besonders ausdrucksstark mag, kann ebenfalls die untere Wasserlinie schwärzen und im Außenwinkel mit der Spitze des Eyeliners verbinden. Ihr könnt ebenfalls Khôl-Eyeliner auf die Wasserlinie geben (z.B. mit dem Long-Wear Eye Pencil von BOBBI BROWN in „Jet“ und das Ganze mit einem Wattestäbchen verwischen.
Achtung: Wer bereits kleine Augen hat, sollte auf die schwarze Wasserlinie verzichten und die unteren Wimpern höchstens am äußeren Drittel etwas mit dem Khôl-Eyeliner betonen.


VERSPIELT
Dank der präzisen Spitze des Filzstiftes sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt und ihr könnt nach Lust und Laune mit eurem Lidstrich experimentieren. Die Variante, für die ich mich entschieden habe, ist besonders geeignet für Schlupflider, da sie diese einfach kaschiert. Zudem hat sie den Clou, dass bei geöffneten Augen die Spielerei nicht sichtbar ist sondern erst bei geschlossenen Lidern erkennbar wird.

PARTY
Ein grafischer Eyeliner lässt sich auch ganz leicht mit Glitzer kombinieren - für ein auffälliges Party-Makeup. Ich habe dazu den holographischen Glitzer Body Sparkles von INGLOT in „Nr. 59“ benutzt. Zuerst tupft ihr mit der Fingerspitze oder einem alten, synthetischen Pinsel etwas Wimpernkleber von DUO auf das Augenlid und im Augeninnenwinkel auf, dann nehmt ihr mit dem gleichen Finger oder Pinsel etwas Glitzer auf und drückt ihn leicht auf die Stellen, wo ihr vorher den Kleber aufgetragen habt.
Kleiner Tipp: Falls dabei etwas Glitzer unter das Auge fällt, könnt ihr einfach ein Stück Scotch Tape nehmen und in tupfenden Bewegungen die Glitzerpartikel von der Haut nehmen, ohne dabei eure Foundation zu zerstören.
Zu derart dramatischen Augen würde ich eher eine dezentere Lippenfarbe empfehlen - es sei denn, ihr fühlt euch besonders abenteuerlustig und wollt richtig auffallen! ;)
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